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Praxis für Physiotherapie / Maria Hobert


Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V. Landesverband Sachsen e.V. AOK Plus BARMER GEK Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) Bundesverband der Betriebskrankenkassen

Erläuterungen zu den Therapien

Manuelle Lymphdrainage

Eine manuelle Massagetechnik mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von speziellen Grifftechniken zur:
  • Abflussförderung der interstitiellen Flüssigkeit über Lymph- und Venengefäßsystem sowie Gewebsspalten
  • Steigerung der Lymphangiomotorik
  • Lockerung fibrosklerotischen Bindegewebes
  • Hebung des Parasympathicotonus
Das Ziel ist eine Entstauung mit Schmerzreduktion.
Die manuelle Lymphdrainage wird je nach Funktionsstörung in 30 Minuten- Teilbehandlung, 45 Minuten- Grossbehandlung und 60 Minuten- Ganzbehandlung unterteilt.
Spezielle Kompressionsbandagierung im Anschluss an die manuelle Lymphdrainage und der ggf. notwendigen Bewegungstherapie zur Erhaltung und Sicherung der entödematisierenden Effekte der Behandlung ist ebenso ein wichtiger Teil der Therapie.

Bobath

Das Bobath- Konzept ist eines der verbreitetsten Therapiekonzepte in der Behandlung von Menschen mit neurologischen Störungen.
Es basiert einerseits auf neurophysiologischer Grundlage, geht andererseits aber von einem Ansatz aus, den Menschen in seiner ganzen Persönlichkeit zu sehen. Dies bedingt eine enge Zusammenarbeit sowohl der beteiligten Fachdisziplinen untereinander als auch mit den Angehörigen und den Betroffenen selbst.
Das Therapiekonzept richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen und/oder erworbenen Störungen des Zentralnervensystems, sensumotorischen Auffälligkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen und  anderen neurologischen Erkrankungen.
In der Therapie werden patientenbezogene Prinzipien angewendet. Das heißt, dass diese sich auf die spezifische Vorgehensweise in der Diagnosefindung, der Befunderhebung und den daraus resultierenden therapeutischen Maßnahmen beziehen. Es wird ein individueller Befund erstellt.
Im Vordergrund der Befunderhebung steht die Beobachtung der Eigenaktivität und Fähigkeit des Betroffenen im alltäglichen Leben. Im  fortlaufenden Prozess werden die Fähigkeiten und Schwierigkeiten durch die enge Verbindung von Befund und Therapie immer wieder neu definiert und so wird eine regelmäßige Erfolgskontrolle garantiert.

Krankengymnastik nach K. Schroth

Als Skoliose bezeichnet man eine Wirbelsäule, die eine dreidimensionale Verformung aufweist. Meist als Flachrücken in Verbindung mit Seitneigung und Verdrehung der einzelnen Wirbel.
Dadurch entstehen ein Längenverlust und eine Verformung des Rumpfes. Mit der Schroth-Therapie wird die abgeschwächte Muskulatur gekräftigt und mit Hilfe der Atmung mögliche Wirbelsäulenverbiegungen und Verdrehungen korrigiert.  
Die Therapie setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:
  • Erstellen eines spezifischen Befundes
  • Passiv und aktiv wiederholte Bewegungen zur Mobilisation der Wirbelsäule
  • Erlernen einer Korrekturatmung
  • Dreidimensionale Stabilisationsübungen zur optimalen Einstellung der Wirbelsäulenstreckung und Wirbelsäulenentdrehung
  • Erlernen eines selbstständigen Heimübungsprogramms

Kinder und Jugendliche bei mittleren bis schweren Haltungsschäden, z.B. Kyphose (Rundrücken) und Hyperlordose (Hohlkreuz), Morbus Scheuermann, Adoleszentenkyphose, idiopathische Skoliose kommen meist zur Therapie.  
Aber auch Erwachsene bei Kyphosen und Skoliosen mit schmerzhafter Muskelinsuffizienz.